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Vorgehängte hinterlüftete Fassade dämmen

Hinterlüftete Fassaden haben sich an Neubauten und in der Altbaumodernisierung seit Jahren bewährt. Dies ist die technisch sicherste und am wenigsten Schaden anfällige Außenwandkonstruktion.

Vorteile der hinterlüftete Fassade

Vorgehängte hinterlüftete Fassaden zeichnen sich durch ihre hohen technischen Qualitäten aus. Die Trennung von Wärmeschutz und Witterungsschutz liefert ein Fassadensystem mit hoher Sicherheit für Verarbeitung und Konstruktion. Weiterhin ermöglichen die unterschiedlichen Bekleidungswerkstoffe eine große Gestaltungsvielfalt. Nicht zuletzt sind diese Konstruktionen aufgrund ihrer hohen Lebensdauer und ihrem geringen Wartungs- bzw. Instandhaltungsaufwand besonders wirtschaftlich.

  • Wärmedämmung auf der bauphysikalisch "richtigen", äußeren Seite
  • Zusätzlicher Wetterschutz
  • Hohe technische Qualität
  • Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
  • Hohen Lebensdauer
  • Geringer Wartungs- bzw. Instandhaltungsaufwand

 

Hinterlüftete Fassaden werden immer mit Hilfe einer Unterkonstruktion aus Holz- oder Aluminiumprofilen verlegt. Die Wärmedämmung wird zwischen den Profilen eingebaut. Sie muss mit einer diffusionsoffenen Unterspannbahn abgedeckt werden. Als äußerer Abschluss und Wetterschutz wird die Bekleidung eingebaut. Sie wird entweder sichtbar verschraubt oder in einem nicht sichtbaren Befestigungssystem gehalten.

Verarbeitung

Montage der Unterkonstruktion

Die Verwendbarkeit der Unterkonstruktionen, Verankerungs-, Verbindungs- und Befestigungselemente, muss für diesen Verwendungszweck nachgewiesen sein. Die Art, die Anzahl und der Abstand der Verankerungen, Verbindungen und Befestigungen ergeben sich aus den statischen Nachweisen.

 

Montage der Wärmedämmung

Die Dämmplatten werden dichtgestoßen und mit der Vlieskaschierung nach außen auf die tragende Wand aufgebracht. Kreuzfugen sollten vermieden werden. Um eine Hinterströmung zu verhindern, ist es darauf zu achten, dass keine Hohlräume zwischen Untergrund und Dämmschicht entstehen. Ein sattes Anliegen des Dämmstoffes am Untergrund durch die mechanische Befestigung muss gewährleistet sein. Je nach Beschaffenheit des Untergrundes und der Konstruktion ist die geeignete Dübelanzahl und das Dübelschema zu wählen. Um eine gleichmäßige Dämmfläche zu erzielen, sollten die Dämmstoffhalter nur bis zur Plattendicke eingeschlagen oder geschraubt werden. Aus brandschutztechnischer Sicht empfehlen wir die Verwendung von den Metalldübeln DHM passend zu unseren nicht brennbaren Fassadendämmplatten.

Der Dübelteller sollte glatt sein und einen Durchmesser von mindestens 85, bzw. 110 mm haben. Es dürfen keine scharfkantigen Dämmstoffhalter verwendet werden, da sonst Beschädigungsgefahr besteht. Es sollte auf eine zügige und ungestörte Montage des Dämmstoffes geachtet werden.

Die Dämmplatten werden mit der schwarzen Glasvlieskaschierung nach außen verlegt. Durch diese Kaschierung lassen sich die Dämmplatten auch bei einer Bekleidung mit offenen Fugen einsetzen. Die Schnittkanten und Stirnseiten müssen nicht kaschiert werden. Je nach Fassadensystem und vorhandenem Untergrund kann eines der folgenden Dübelschemata verwendet werden:

 

Standardbefestigung

URSA Fassadendämmplatten können in der ungestörten Fläche mit nur einem Dübel pro Platte befestigt werden. Diese Montage ist ab einer Plattendicke von 80 mm möglich. An den Gebäudeecken empfehlen wir bei den ersten beiden Platten 2 Dübel pro ganzer Platte zu verwenden. In der untersten Plattenreihe sind ebenso 2 Dübel pro ganzer Platte empfehlenswert.

 Standardbefestigung der hinterlüfteten Fassade

 

Die doppelt sichere Befestigungsvariante

URSA Fassadendämmplatten werden mit 2 Dübeln pro ganzer Platte in der Mitte, sowie mit weiteren Dübeln in den Kreuzungspunkten befestigt.

 Doppelt sichere Befestigungsvariante für 
 hinterlüftete Fassaden

 

Herstellen der Hinterlüftung

Es ist ein mindestens 20 mm breiter Hinterlüftungsspalt in der Fläche erforderlich, der örtlich bedingt durch die Unterkonstruktion oder Wandunebenheiten auf 5 mm reduziert werden kann. Die Tiefe des Hinterlüftungsraumes darf bei Verwendung einer Unterkonstruktion aus Holz nicht größer als 50 mm und bei Verwendung einer Unterkonstruktion aus Metall maximal 150 mm sein. Die Be- und Entlüftungs öffnungen sind zumindest am Gebäudefußpunkt und am Dachrand mit Querschnitten von mindestens 50 cm² je 1 m Wandlänge auszuführen. Im Sockelbereich müssen die Öffnungen zur Hinterlüftung der Außenwandbekleidung mit einer Dicke von über 20 mm durch Lüftungsgitter gesichert werden.