ursa-14893964540.jpg
ursa-steildach-1488190587.png

Steildach

Durch eine Steildachdämmung lassen sich die Wärmeverluste im Winter und die Aufheizung im Sommer nachhaltig reduzieren. Besonders bewährt haben sich dabei URSA Mineralwolle-Dämmungen, sowohl für eine Innen- als auch Außendämmung am Steildach. Sie schützen optimal vor Hitze und Kälte, vor Lärm und Feuer.

Besonders wichtig ist die bauphysikalisch richtige Abstimmung der Funktionsschichten bei der Dämmung von Steildächern. Für die Langlebigkeit des Aufbaus und der Wirksamkeit sind das Diffusionsverhalten und die Luftdichtheit entscheidend. Die Winddichtheit der äußeren Funktionsschichten kann Wärmeverluste weiter verringern, und damit den Energieverbrauch und auch die Kosten senken.

Zwischen den Sparren von Innen

Das Verfahren eignet sich sowohl für die nachträgliche Wärmedämmung bisher unverkleideter Dachkonstruktionen, bei denen die Eindeckung erhalten bleibt, als auch für unterseitig verkleidete Dachkonstruktion, bei denen die Eindeckung erneuert wird. Für die Dämmung zwischen den Sparren kommen vor allem mineralische Dämmstoffe in Platten oder Bahnen zur Anwendung, da sich Unregelmäßigkeiten der Konstruktion besser anpassen lassen als Hartschaumdämmstoffe.

Unter den Sparren

Bei vorhandener unterseitiger Dachbekleidung und funktionsfähiger dichter Dacheindeckung wird eine zusätzliche Wärmedämmung unterhalb der Sparren angebracht. Die notwendige raumseitige Dampfsperre kann in Form einer Aluminiumkaschierung oder als PE-Folie vorgesehen werden. Der Vorteil der unterseitigen Wärmedämmung liegt vor allem darin, dass sie ohne Öffnen oder Umdecken der Dachhaut eingebaut werden kann.

Verarbeitung

Vorbereitung: Dämmstoffdicke bestimmen

Messen der Sparrenhöhe und Festlegung der Dämmstoffdicke .

 

Empfehlung: Vollsparrendämmung (Sparrenhöhe = Dämmstoffdicke) bei diffusionsoffener Unterdeckung

 

1. Spannfilz zuschneiden

(Hilfsmittel: Dämmstoffmesser)

Dämmstoffpaket öffnen und Dämmstoff ausrollen. Breite des Sparrenfeldes messen und mit einem Übermaß von ca. 1 cm quer von der Dämmstoffrolle abschneiden. Nutzen Sie dazu die Schneidmarkierung auf der Oberseite!

 

2. Spannfilz einpassen

Dämmstoff an den Seiten fassen, leicht zusammendrücken und bündig mit der Sparrenunterseite in das Sparrenfeld einspannen. So ist die komplette Dämmfläche im Steildach herzustellen. Auf fugendichte Verlegung achten!

 

3. URSA SECO PRO 2 bzw. SECO PRO SDV Dampfbremse befestigen

(Hilfsmittel: Klammergerät)

Dampfbremse quer (evtl. längs) zu den Sparren mit leichtem Durchhang im Sparrenfeld (Aufnahme von Bauteilbewegungen) mit Hilfe eines Klammergerätes an den Sparren

befestigen. Dabei im Zuschnitt ein ausreichendes Übermaß für Anschlüsse (ca. 20 cm) und Überlappungen (ca. 10 cm) berücksichtigen.

 

4. Verkleben der Überlappungen der Dampfbremsen mit URSA SECO PRO KP

(Hilfsmittel: evtl. Messer)

Verkleben der Überlappungen und bei Bedarf auch der Klammerstellen mit dem Klebeband URSA SECO PRO KP. Dabei durch entsprechendes Andrücken eine faltenfreie, lückenlose und luftdichte Verklebung in der Fläche herstellen.

 

5. Anschlüsse an Durchdringungen mit URSA SECO PRO KA

(Hilfsmittel: evtl. Messer)

Alle Durchdringungen der Dampfbremsen mit glatter Oberfläche (Bsp.: Dunstrohrdurchführung) mit dem Klebeband URSA SECO PRO KA luftdicht verkleben. Die Dampfbremse spannungsfrei anschließen und auf einen trockenen, staubund fettfreien Untergrund achten!

 

6. Anschlüsse an Mauerwerk mit URSA SECO PRO DKS

(Hilfsmittel: Kartuschenpistole)

Mit dem Dichtklebstoff URSA SECO PRO DKS eine Raupe von ca. 8 mm Durchmesser auf das angrenzende Bauteil (staubund fettfrei) aufbringen. Je nach Untergrund des Bauteils die Hinweise auf der Verpackung beachten. Die Dampfbremse mit Entlastungsschlaufe zur Zugentlastung auf die Raupe andrücken (nicht flach drücken). Die Klebeverbindung soll einen durchgängig lückenlosen und luftdichten Anschluss an die angrenzenden Bauteile erzeugen.

 

Tipp

Zur Verbesserung des Wärmeschutzes zusätzlich einen Untersparrenfilz in der Ebene der Unterkonstruktion der inneren Bekleidung einbauen. Dabei ist ein rechnerischer Nachweis des Tauwasserausfalls zu führen, wenn der Wärmedurchlasswiderstand unterhalb der Dampfbremse 20% des Gesamtwärmedurchlasswiderstandes der Konstruktion überschreitet.